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Process Explorer von Sysinternals in neuer Version 14

Gerade las ich via RSS Feed (Dank des Feiertages in Sachsen war ich heute weniger aktiv im Internet unterwegs.) auf Caschy’s Blog, dass der – meiner Meinung nach – beste Taskmanager-Ersatz, der Process Explorer von Sysinternals in der Version 14 erschienen ist.

Sowohl im Serverbereich im eigenen Unternehmen, bei Kunden aber auch im privaten Umfeld, ist die Einrichtung des Process Explorer einer meiner ersten Schritte auf einem frisch installierten System. Dabei gehe ich persönlich den Weg, den Inhalt des ZIP Paketes von Sysinternals direkt nach

%SystemRoot%\procexp.exe

zu entpacken. Das hat den Vorteil – gegenüber einem Unterordner im Programmverzeichnis – das der Aufruf (sollte man die Funktion Options, Replace Task Manager nicht nutzen wollen) via Start, Ausführen, procexp möglich ist, da das Windows Verzeichnis immer in der Systemvariable %PATH% enthalten ist.

Speziell in Server-Umgebungen lohnt sich die Verteilung des Tools über Gruppenrichtlinien. Die Vorgehensweise dafür habe ich ja in meinem Beitrag zu den Gruppenrichtlinienerweiterungen für Windows Server 2008 beschrieben. Somit muss ich nur die Datei procexp.exe im zentralen Ordner

\\FQDN\Netlogon\Servertools\

ersetzen, den Rest erledigen die Gruppenrichtlinien bei der nächsten Anmeldung am entsprechenden System.

Neu in Version 14

Direkt aufgefallen ist mir, das das System Information-Fenster nun Tabs (CPU, Memory und I/O) enthält, da sämtliche in Echtzeit dargestellten Leistungsdiagramme nicht mehr in einem Fenster Platz finden. Leider leidet dadurch etwas die Übersichtlichkeit, da ich oft die CPU im Vergleich zum I/O beobachten möchte, was nun leider nicht mehr möglich ist.

Dafür sind nun im I/O Bereich auch Diagramme für das Netzwerk und für Disk hinzugekommen – das finde ich persönlich extrem hilfreich, da man beispielsweise im iSCSI Speicherumfeld oftmals genauere Analysen durchführen möchte. Beispielsweise kann man nun auf einem Windows System mit einem iSCSI Target sehr genau das Verhältnis zwischen Netzwerkverkehr und Lese- bzw. Schreibleistung der Festplatten vergleichen. Wie schon gesagt, das CPU Band wäre an dieser Stelle sehr nützlich, geht doch jedes TCP/IP Paket immer über den Prozessor.

Selbstverständlich sind genau diese neuen Details auch als Spalten pro Prozess im Hauptfenster einblendbar. Das ist extrem hilfreich, wenn man ermitteln möchte, welcher Prozess auf einem System entsprechenden Netzwerk- respektive Disklast verursacht.

Wie nicht anders von Sysinternals gewohnt, lautet mein Fazit Daumen hoch.

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